Psychosoziale Beratung · online

Interkulturelle Paarberatung

Nicht jeder Streit ist ein Kulturkonflikt.
Manchmal ist er einfach ein Streit.

Für Paare aus zwei Ländern, bei denen inzwischen jeder Konflikt an der Herkunft festgemacht wird. Und für alle, bei denen zwischen die zwei Länder auch noch Entfernung passt.

Wenn ihr streitet

Es endet jedes Mal an derselben Stelle

Es geht um den Urlaubsplan, und zwei Sätze später geht es darum, wie man das bei euch eben macht.

Ab da diskutiert ihr über Herkunft und nicht mehr über den Urlaub.

Du widersprichst einmal, und auf einmal stehst du für ein ganzes Land.

Beim nächsten Mal sagst du lieber nichts. Nicht weil du überzeugt bist, sondern weil du müde bist.

Was ihr zu zweit entscheidet, müsst ihr danach gegen zwei Familien verteidigen.

Und wer am meisten enttäuscht ist, meldet sich am nächsten Tag zuerst bei dir.

Der Satz war harmlos gemeint und kam als Vorwurf an.

Nicht die Vokabeln liegen dazwischen. Es sind die Regeln, die zu Hause nie jemand erklären musste.

Du darfst widersprechen, ohne intolerant zu sein.

Eine andere Meinung zu einer Sache ist keine Ablehnung eines ganzen Landes. Wir schauen uns an, an welcher Stelle euer Gespräch die Spur wechselt und was direkt davor passiert ist. Dort steht meistens der eigentliche Streit, und der hat oft wenig mit Herkunft zu tun.

Illustration: Zwei Menschen sitzen sich ruhig gegenüber; ein roter Faden verbindet sie.

Am Anfang steht keine Einordnung, sondern eine Frage. Und Zeit, sie zu Ende zu erzählen, ohne dass jemand dazwischenredet.

In den Gesprächen

Was wir hier tun

Ihr kommt zu zweit

Wir trennen, was zur Herkunft gehört und was zu euch.

Manches an eurem Streit hat wirklich damit zu tun, dass ihr mit zwei verschiedenen Selbstverständlichkeiten aufgewachsen seid. Vieles davon hätten zwei Menschen aus derselben Straße genauso. Solange beides denselben Namen trägt, lässt sich keins von beidem lösen.

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Wo eure Grenze nach außen verläuft

Wer der Familie absagt, wer zusagt, und wer es danach ausbadet. Dazu alles, was Freunde, Kollegen und Fremde ungefragt zu eurer Beziehung beitragen.

Die Regeln, die nie jemand ausgesprochen hat

Wann man anruft, wie man Nein sagt, wie lange ein Gast bleibt. Zu Hause hat das niemand erklärt, weil es alle wussten. Verhandeln lässt sich erst, was ausgesprochen ist.

Die Frage, wer umzieht

Sie steht bei vielen Paaren seit Jahren im Raum und wird jedes Mal vertagt, weil jede Antwort einem von euch etwas nimmt. Solange sie offen ist, hängt sie überall mit drin: bei der Wohnung, beim Job, bei der Frage, ob ihr ein Kind wollt. Wir holen sie einmal ganz nach vorn, mit allem, was daran hängt. Beantworten müsst ihr sie selbst.

Du kommst erst mal allein

Du musst nicht warten, bis ihr beide so weit seid.

Wenn dein Partner gerade nicht will oder erst einmal zuschauen möchte, sprichst du zuerst für dich. Das ist kein halbes Gespräch, es ist ein anderes: es geht um deinen Anteil und um das, was du in der Hand hast. Manchmal kommt der andere später dazu. Manchmal bleibt es dabei, und es ändert trotzdem etwas.

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Was euch beiden gehört und was dir

Ein Teil des Konflikts ist eure gemeinsame Sache. Ein anderer Teil ist deiner: wo du nachgibst, wann du dichtmachst, was du dir eigentlich vorgenommen hattest. Das lässt sich auch sortieren, wenn nur du da bist.

Wie du in den nächsten Streit hineingehst

Wie er verläuft, hängt nicht nur daran, was der andere sagt. Wenn einer von euch aussteigt, bevor das Gespräch die übliche Kurve nimmt, läuft es anders. Dafür braucht es keine Absprache zu zweit.

Was du sagen kannst, ohne dass es als Vorwurf ankommt

Es gibt Sätze, die stimmen und trotzdem alles zumachen. Und es gibt für dieselbe Sache eine Version, die ankommt. Die suchen wir, Satz für Satz, an euren echten Streitpunkten.

Wie ein Gespräch von Anfang bis Ende abläuft, steht auf einer eigenen Seite. Dort findest du auch alles Organisatorische. So läuft ein Gespräch ab

Wenn Distanz dazukommt

Zwei Kulturen und zwei Zeitzonen

Beratung gibt es für das eine und für das andere. Ihr habt beides gleichzeitig.

Die gemeinsame Zeit ist knapp.
Also verschiebt ihr den Streit auf den nächsten Besuch. Und beim nächsten Besuch will ihn keiner mehr aufmachen.
Ihr führt zwei Alltage.
Der andere hört immer nur die Zusammenfassung. Was dazwischen liegt, bleibt bei jedem selbst.
Jeder Abschied läuft gleich ab.
Ihr wisst genau, wie er geht. Er tut trotzdem jedes Mal neu weh.

Wir sprechen ohnehin per Video. Ihr müsst dafür nicht am selben Ort sein und nicht auf den nächsten Besuch warten.

Ehrliche Fragen

Was Paare vorher fragen

Wirkt so ein Gespräch per Video überhaupt?

Was ein Gespräch trägt, ist nicht der gemeinsame Raum. Es ist, dass jemand dabei ist, der den Streit anhält, bevor er die übliche Kurve nimmt. Das geht per Video. Für Paare, deren Leben ohnehin über Entfernungen läuft, ist es oft der einzige Weg, überhaupt gemeinsam darüber zu sprechen.

Du bist keine Psychologin. Was heißt das für uns?

Dass ich berate und nicht behandle. Ich bin Sozialpädagogin, B.A. Soziale Arbeit. Für einen Konflikt, der sich zwischen euch festgefahren hat, ist Beratung der passende Rahmen. Wo meine Arbeit aufhört, sage ich es euch von selbst.

Mehr über mich

Und wenn bei einem von uns mehr dahintersteckt?

Dann gehört das benannt und nicht umgangen. Wenn ich im Gespräch merke, dass einer von euch etwas anderes braucht als Beratung, sage ich es, klar und ohne Umweg. Auch dann, wenn das heißt, dass ihr bei mir nicht richtig seid.

Kostenloses Erstgespräch

Ist das bei uns die Kultur, oder ist das ganz normal?

Mit dieser Frage fangen die meisten an. Danach wisst ihr, ob euch Beratung dabei weiterhilft und ob ich die Richtige dafür bin.

Erzähl mir, was gerade ist

Das Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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So läuft ein Gespräch ab